Nachhaltigkeit nervt!

Nein! Natürlich nervt Nachhaltigkeit nicht wirklich! Sie ist extrem wichtig und ein Umdenken in den Köpfen der Menschen notwendig! Auch ich lebe Nachhaltig. Also nach meiner eigenen Definition… Ich kaufe das Brot beim lokalen Bäcker, unser Fleisch beim ortsansässigen Metzger mit „fairer“ Tierhaltung, kaufe viele Dinge beim Fachhändler, vermeide Plastikmüll… Aber seien wir mal ehrlich, Nachhaltig leben ist teuer! Und die Aussagen „Dann musst Du halt weniger konsumieren!“ oder „Qualität hat ihren Preis!“ bringen mir nichts, wenn ich einen Haushalt mit 3 Kindern und aktuell einem einzigen Einkommen habe! Denn worauf genau soll ich denn verzichten? Es ist ja auch nicht damit getan nur 1x die Woche zum Metzger zu gehen. Brot, Obst, Gemüse, Milch, Eier oder auch Kleidung für die Kids (nicht immer findet man auf den Flohmärkten das passende und nicht immer hat man Zeit alle Flohmärkte abzuklappern), wenn ich das alles unter der Überschrift Nachhaltig kaufe bin ich auch pleite! Teilweise habe ich das Gefühl, dass jedoch von JEDEM erwartet wird zu 100% Nachhaltig zu leben und man direkt ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn man dann doch in der Obst und Gemüseabteilung vom Discounter steht! Ein wenig Toleranz schadet hier sicherlich nicht! Statt immer nur Dinge zu präsentieren, die für den ein oder anderen unerschwinglich sind, habe ich mich mal auf die Suche gemacht und eine Liste erstellt, wie JEDER etwas zum Thema Nachhaltigkeit beitragen kann ohne seine Geldbörse zu belasten.

  1. Einkaufen mit Plan! Ich habe früher so viele Lebensmittel weggeworfen, weil ich ziellos eingekauft habe und mit dem Kochen überhaupt nicht hinterher kam! Mir hat es geholfen wirklich einen Wochenplan oder zumindest einen 4 Tage-Plan mit dem Essen der nächsten Tage zu erstellen und danach auch einzukaufen. Verhindert auch die bösen Gelüste-Einkäufe 😉
  2. Wieso das Obst und Gemüse in die vor Ort angebotenen Plastiktütchen packen? Man kann sich jetzt extra kleine Gemüse/Obst Beutelchen bestellen oder die Sachen einfach lose in den Einkaufswagen legen. Hier finde ich ja, dass die Drogerien einen großen Daumen nach oben verdient haben, denn die haben seit geraumer Zeit ihre gratis Plastiktüten abgeschafft!
  3. Man sammelt immer wieder Dinge, die man nie wieder braucht. Irgendwann mistet man dann mal den Keller aus und findet Dinge, die noch gut sind, aber man findet einen Verkauf zu mühsam oder kann für einen 20 Jahre alten Schrank kein Geld mehr verlangen. Viele rufen dann den Sperrmüll an. Es geht aber viel besser und viel schöner! Es gibt in den meisten Städten „Free Your Stuff“ Gruppen auf Facebook über welche man seine Dinge kostenlos anbieten kann. Das ist nicht nur mega für die Umwelt, das gibt sogar noch ein gutes Gefühl, wenn man jemand anderem mit seinem Kleiderschrank glücklich machen konnte! Über eBay Kleinanzeigen kann man seine Sachen übrigens auch gratis anbieten.
  4. Zu Fuß oder mit dem Rad zum Bäcker. Jede gesparte Strecke schont die Umwelt und erspart Dir das Fitnessstudio.
  5. Vernetzt euch! Erst gestern habe ich mit einer Mutter im Kindergarten gesprochen, die selbst Gemüse anbaut und vieles weg wirft, weil sie die Mengen nicht verarbeiten kann! Ich rette das Gemüse jetzt vor der Bio-Tonne und dafür wird sie bestimmt das ein oder andere Kochergebnis von mir bekommen 😉
  6. Es gibt auch zahlreiche Gruppen auf Facebook zum Thema Nachhaltigkeit, dort findet man auch den ein oder anderen guten Tipp und kann sich gut austauschen. Ich tummel mich zum Beispiel in der Gruppe von Christiane Nachhaltigkeit im Familienalltag. Einfach mal rein gucken und für sich das beste mitnehmen.Zum Abschluss noch einen Tipp von Christiane, der Gründerin der Facebook-Gruppe Nachhaltigkeit im Familienalltag: „Es lohnt sich auch mal durchzurechnen, ob die gelieferte Bio Obst- und Gemüsekiste nicht doch günstiger, wie der Kauf im Supermarkt sein kann, denn man spart sich die Zeit, bekommt leckere Rezeptideen und genau die passende Menge. Wenn man hier dann noch auf Saisonelle Obst- und Gemüseangebote achtet, könnte es sich lohnen.

Fazit: In kleinen Schritten denken und getreu dem Pfadfinder-Motto „Jeden Tag eine gute Tat!“ leben!

  2 comments for “Nachhaltigkeit nervt!

  1. April 14, 2016 at 10:50 am

    Hallo 🙂
    eine schöne Zusammenfassung. Es ist mittlerweile wirklich nicht mehr schwer zumindest einen kleinen Beitrag zu leisten. Und wenn man einmal angefangen hat kommt eins zum anderen 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Nadine

    • DreiPlus2
      April 14, 2016 at 6:22 pm

      Hallo Nadine! Vielen Dank! Ja, das stimmt! Auch viele kleine Schritte führen zum Ziel! Liebe Grüße Nina

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